Japanische Lackprodukte

Japanische Lackkunst hat eine sehr alte Tradition, und ist heute bei Künstlern in der ganzen Welt bekannt und geschätzt. Sie ermöglicht es, aus Holz oder anderen Materialien gefertige, hochwertige Gegenstände alltagstauglich und langlebig zu machen.
Das Wort Urushi bezeichnet eigentlich nur den Lack an sich, ein 100% natürlicher Lack der aus dem Harz des Lackbaums (Giftefeu) gewonnen wird. Aber oft versteht man darunter auch das Lackhandwerk. Sowohl die Herstellung des Lacks wie auch dessen Verarbeitung ist sehr aufwändig. Dazu kommt, dass Urushi im Urzustand hochgradig allergen ist. Im ausgehärteten Zustand jedoch ist er beständig gegen Wasser, Alkohol und Lösungsmittel, ist dauerelastisch, lebensmittelecht und verhindert das Wachstum von Schimmelpilzen. Nur Sonnenlicht kann ihm schaden.

Urushi wird in vielen dünnen Schichten auf die Objekte aufgetragen und verleiht ihnen einen Glanz und Tiefe die durch kein anderes Material erreicht werden kann. Das Trägermaterial kann auch Kunststoff sein was gerade bei sehr feinen, geschwungenen Gegenstände durchaus Vorteile hat.

Der hohe Preis von Urushi ist jedoch oft ein Grund, zu einem Imitat zu greifen. Dagegen ist nichts zu sagen, denn auch Gebrauchsgegenstände in Lackoptik sind sehr schön und in der heutigen schnelllebigen Zeit möglicherweise oft sinnvoller. Ein Lackkasten aus Holz und Urushi wird auch in Japan inzwischen mehr als Kunstobjekt gesehen und man findet ihn kaum im Haushalt des Durchschnittjapaners. Und auch viele der hübschen Alltagsgegenstände wie Spiegel, kleine Kommoden, Stifteboxen oder Visitenkartenkästchen werden hauptsächlich mit einem Kunststoffkörper gefertigt.
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