Lack & Bambus

Bambus ist ein idealer Rohstoff: hart und trotzdem biegsam, widerstandsfähig und trotzdem gut zu verarbeiten.
Vor allem aber ist er umweltfreundlich. Denn Bambus ist kein Baum der Jahre braucht um groß zu werden, Bambus ist ein Gras. Es gibt unendlich viele Bambussorten, die japanischen Bambushaine bestehen überwiegend aus Stämmen mit ungefähr 15 cm Durchmesser, die Anfang April aus dem Boden sprießen und in wenigen Monaten ihre Wuchshöhe von 6-10 Metern erreicht haben. Die berühmten Bambussprossen gibt es übrigens frisch nur im April. Sobald die Spitzen der Jungpflanzen wenige Zentimeter über der Erde stehen sind sie erntereif. Sind sie größer werden sie hart und ungenießbar. In der Küche gibt es viele Gegenstände aus Bambus: Essstäbchen, Reislöffel, Sushirollmatten, Körbe und Schalen. Sie sind haltbar und viele von ihnen dürfen sogar in die Spülmaschine. Lackprodukte hingegen werden eher bei Tisch verwendet. Ob Lackkästen, Suppenschalen und Schüsseln oder Lackteller, sie sind optisch schön und ein Hingucker auf dem gedeckten Tisch. Echtes Urushi, der Naturlack, ist jedoch inzwischen oft unbezahlbar, so dass auch Japaner selber für den Alltag zumeist zu Artikeln in Lackoptik oder sogar Kunststoff greifen. Japaner haben gefühlsmäßig kein Problem mit Kunststoff solange die Gegenstände schön und praktisch sind. Und da sie keine Weichmacher enthalten sind sie auch gesundheitlich kein Problem. So werden traditionelle Formen und Muster der Lackwaren in einer Light-Version auch für die kommende Generation erhalten.
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